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Du steigst ins Auto, bereit loszufahren, und merkst erst nach ein paar Metern, dass das Fahrzeug nicht so reagiert, wie du es erwartest. Das ist eine Situation, die vielen Fahrern passiert, und auch wenn sie wie ein kleiner Fehler wirkt, kann sie zu kostspieligen Reparaturen oder sogar zu Zwischenfällen im Straßenverkehr führen. Die Handbremse, auch Feststellbremse genannt, hält das Fahrzeug im Stand, insbesondere an Steigungen oder auf unebenem Untergrund. Vergisst du, sie zu lösen, treten schnell negative Folgen auf: beschleunigter Verschleiß von Bauteilen, erhöhter Kraftstoffverbrauch und eine Verringerung der Fahrsicherheit. Hier erfährst du, welche Risiken entstehen, wenn du mit angezogener Handbremse losfährst und wie du solche Probleme vermeiden kannst.
Die Handbremse funktioniert unabhängig vom Hauptbremspedal. Die meisten Fahrzeuge nutzen einen Hebel oder – bei modernen Autos – einen elektronischen Schalter zur Aktivierung. Ihre Hauptaufgabe ist das Blockieren der Hinterräder, um das Fahrzeug im Stillstand zu sichern. Wenn du vergisst, die Handbremse zu lösen, und so weiterfährst, belastest du das Bremssystem direkt, was auch andere Bauteile beeinträchtigt.

Wenn du vergisst, die Handbremse beim Anfahren zu lösen, bemerkst du schnell, dass sich das Auto nicht normal verhält. Der Motor wirkt angestrengt, die Beschleunigung fällt schwer, und im Armaturenbrett kann die Warnleuchte des Bremssystems aufleuchten. Das Fahren mit angezogener Handbremse führt zu:
erhöhter Rollwiderstand, das Fahrzeug fühlt sich sofort „gebremst“ an;
verzögerter Reaktion auf Gasbefehle, häufig erreicht der Motor höhere Drehzahlen;
in manchen Fällen erscheinen spezifische Warnleuchten im Cockpit, die auf ein Problem im Bremssystem hinweisen.
Zusätzlich beginnt das System schnell zu leiden. Bremsbeläge und Bremsscheiben entwickeln hohe Temperaturen, der Verschleiß nimmt stark zu.
Bleiben das Seilsystem oder interne Mechanismen blockiert oder werden beschädigt, kann es passieren, dass die Feststellbremse genau dann nicht mehr funktioniert, wenn du sie brauchst.
Sobald du mit angezogener Handbremse losfährst, riskierst du den Verlust der Kontrolle, besonders auf nassen oder rutschigen Straßen. Die Hinterräder können plötzlich blockieren, und das Fahrzeug wird instabil.
In Kurven erhöht das Blockieren der Hinterräder die Schleudergefahr, selbst bei moderaten Geschwindigkeiten;
Instabilität tritt besonders bei Regen oder Eis auf, wo jede Radblockierung einen Unfall auslösen kann;
Der Verlust der Traktion verlängert den Bremsweg, selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten.
Im Winter bleiben die Hinterräder durch die angezogene Handbremse teilweise blockiert. Auf Fahrbahnen mit geringer Haftung verschärft dies das Ungleichgewicht des Fahrzeugs und erhöht das Unfallrisiko, auch wenn das Bremssystem in den ersten Sekunden scheinbar normal reagiert.
Jeder mit angezogener Handbremse gefahrene Kilometer erhöht schnell die Betriebskosten des Fahrzeugs. Zunächst steigt der Kraftstoffverbrauch – einige Studien zeigen eine Zunahme von 10–40 %, abhängig davon, wie stark die Bremse blockiert bleibt. Gleichzeitig nehmen Abgasemissionen und Umweltbelastung zu, da der Motor stärker beansprucht wird.
Komponenten wie Bremsbeläge, Bremsscheiben, Seilzüge und sogar Bremsleitungen werden stärker belastet. Greift die Bremse teilweise, insbesondere wenn sie nicht vollständig gelöst wurde, überhitzt die gesamte Bremsanlage.
Bei einem Fahrzeug mit neuen Bremsbelägen können wertvolle Komponenten bereits nach wenigen Kilometern Fahrt mit aktivierter Handbremse beschädigt werden. Bei einem Satz Jurid Bremsbeläge 573364JC bedeutet beschleunigter Verschleiß, zusätzliche Investitionen und Zeitverlust in der Werkstatt.
Bleibt die Handbremsanlage blockiert, entstehen zusätzliche Kosten durch den Austausch der Seilzüge und teilweise auch der Trommeln oder Scheiben, was zu Rechnungen führen kann, die mitunter über hundert Euro liegen. Eine gerissene oder verrostete Bremsleitung verschärft das Problem und macht weitere Reparaturen erforderlich.
Die Anzeichen dafür, dass du mit angezogener Handbremse losgefahren bist, sind recht eindeutig, wenn du weißt, worauf du achten musst:
Das Fahrzeug beschleunigt schwerfällig, und der Motor wirkt „gehemmt“;
es tritt ein Brandgeruch auf, besonders im Bereich der Hinterräder, nachdem du angehalten hast;
du kannst Rauch oder dampfartige Schwaden bemerken – ein Hinweis darauf, dass die Temperaturen im System über den normalen Bereich gestiegen sind;
bei schnellem Abbremsen oder kurzen Bremsvorgängen hörst du ungewöhnliche Geräusche – Schleifen, Quietschen oder metallisches Reiben.
Einige Fahrer nehmen diese Anzeichen erst spät wahr, oft erst dann, wenn andere Verkehrsteilnehmer sie auf einen ungewöhnlichen Geruch oder ein seltsames Fahrverhalten aufmerksam machen.
Wenn du Vibrationen beim Bremsen spürst oder bemerkst, dass das Bremspedal bis zum Boden durchtritt, solltest du anhalten und das System umgehend überprüfen.
Erleichtere dir den Alltag am Steuer und vermeide Probleme mit ein paar grundlegenden Gewohnheiten:
Überprüfe vor dem Losfahren immer die Handbrems-Kontrollleuchte im Armaturenbrett.
Achte nach dem Anfahren auf die Reaktion des Gaspedals und auf einen möglichen Widerstand.
Mache die Kontrolle des Handbremshebels zur Routine, auch wenn du es eilig hast.
Lasse das Bremssystem regelmäßig überprüfen, besonders wenn du häufig an Steigungen parkst oder die Handbremse oft benutzt.
Besitzt du ein modernes Fahrzeug, helfen dir akustische oder optische Warnsignale. Bei Fahrzeugen ohne solche elektronischen Hilfen bleibt jedoch Aufmerksamkeit der wichtigste Verbündete. Der saisonale Einsatz von Reifen und der regelmäßige Wechsel der Bremsflüssigkeit reduzieren den Verschleiß des Systems und verlängern die Lebensdauer der Handbremse.
Um Blockierungen oder Defekte zu vermeiden, solltest du die Handbremse regelmäßig warten lassen. Bitte bei jeder Inspektion den Mechaniker, die Funktion und die Spannung des Seilzugs zu prüfen. Wirkt der Hebel „locker“ oder lässt er sich ungewöhnlich weit anziehen, solltest du sofort eine Einstellung verlangen. Achte besonders in der kalten Jahreszeit darauf, wenn Seilzüge einfrieren können, sowie bei hohen Temperaturen, um eine unkontrollierte Materialausdehnung zu vermeiden.
Plane nach dem Winter eine Kontrolle von Seilzügen und Trommeln ein, um Rostablagerungen vorzubeugen. Bei gründlichen Prüfungen kann ein Bremsenprüfstand schnell Verschleiß oder mögliche Ungleichgewichte erkennen. Eine korrekte Wartung schützt vor teuren Reparaturen und sorgt für Sicherheit am Steuer.
Prüfe den Zustand des Handbremsseils bei jedem Ölwechsel visuell.
Verlange eine Einstellung oder einen Austausch bei Verschleißanzeichen oder ungewöhnlichem Verhalten.
Wenn der Hebel sehr hoch gezogen werden muss oder sich schwer lösen lässt, solltest du eine Werkstatt zur Überprüfung aufsuchen.
Ein gut gewartetes Bremssystem erhöht die Sicherheit jeder Fahrt und beugt kostspieligen Reparaturen vor.
Pflege einen vorausschauenden Fahrstil und achte auf kleine Details, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Eine sichere Fahrt beginnt damit, auf die Signale des Fahrzeugs zu achten und nicht mit angezogener Handbremse loszufahren. Achte auf Symptome wie Brandgeruch, schwergängige Beschleunigung oder ungewöhnliche Geräusche im Bereich der Hinterräder.